Kategorie-Archiv: Publikationen

Sozialpädagogische Arbeit an Schulen – Schulsozialarbeit

Neuerscheinung  2016

Wilma Aden-Grossmann

Sozialpädagogische Arbeit an Schulen – Entwicklung und Perspektiven von Schulsozialarbeit

978-3-658-10042-1

Wiesbaden: Springer VS Verlag. 229 S.

ISBN 978-3-658-10042-1

Preis 20 €

Verlagstext: “Aschenputtel im Schulalltag“ hieß das Buch von Wilma Aden-Grossmann, das bereits 1987 die Geschichte der Sozialen Arbeit an Schulen zum Thema hatte und zu einem viel und oft zitierten Standardwerk zu Schulsozialarbeit geworden ist. Die hier aktualisierte Ausgabe des Buches führt vom Beginn im ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Historische Stationen der Darstellung bilden die Schulkinderfürsorge im Kaiserreich, neue Ansätze in der Weimarer Republik, die Schulreform nach 1945 und die Modellversuchspolitik in den 1970er Jahren. In der umfassenden Aktualisierung und Erweiterung des Textes werden die Entwicklungen von 1990 bis heute aufgenommen.

http://www.springer.com/de/book/9783658100421

Wilma Aden-Grossmann: Die Epoche des Nationalsozialismus in der Kinder- und Jugendliteratur

In: Bernhard Nolz, Wolfgang Popp (Hrsg.): Erinnerungsarbeit. Grundlage einer Kultur des Friedens. Münster: LIT Verlag 2000, S. 285-297

Zeitgeschichtliche Kinder- und Jugendliteratur

Unter zeitgeschichtlicher Kinder- und Jugendliteratur (KJL) verstehen wir jene Literatur, deren Geschichten in der jüngeren Vergangenheit, also vor einem konkreten zeitgeschichtlichen Hintergrund spielen oder Zeitgeschichte ausdrücklich thematisieren. Dies kann sich auf verschiedene Phasen und Themen der in unsere Zeit hineinwirkenden Vergangenheit beziehen, jedoch geht es im folgenden um jene KJL, die sich mit der Epoche des Nationalsozialismus und seinen Folgen und Nachwirkungen beschäftigt. Dabei handelt es sich sowohl um fiktionale Literatur als auch um dokumentarische Texte, wie z.B. Tagebücher, Autobiographien und Sachbücher. Wilma Aden-Grossmann: Die Epoche des Nationalsozialismus in der Kinder- und Jugendliteratur weiterlesen

Berthold Simonsohn – Ausgewählte Schriften (1934 -1978) Hrsg.: Wilma Aden-Grossmann

Simonsohn

Der jüdische Jurist und Sozialpädagoge Berthold Simonsohn veröffentlichte seine Aufsätze in verschiedenen Fachzeitschriften, die heute nur schwer zu­gänglich sind. Da dies für die Rezeption seiner Schriften bis­her ein starkes Hindernis darstellte, habe ich mich entschlossen, eine Auswahl seiner Schriften herauszugeben. Seine Aufsätze zur Sozialpädagogik und zur Jugendkriminalität bilden einen deutlichen Schwerpunkt in diesem Band; aber man würde seiner Persönlichkeit nicht gerecht werden, wenn man nur seine im engeren Sinne so­zialpädagogischen Schriften zur Kenntnis nehmen würde. Sein Schicksal als Verfolgter und Über­lebender des nationalsozialistischen Regimes spiegelt sich insbesondere in seinen Beiträgen über das Ghetto Theresienstadt und über die politischen Konflikte im Nahen Osten, die hier ebenfalls aufgenommen wurden. Schließlich durfte auch seine rechtsgeschichtliche Dissertation, die in kleiner Auflage 1934 gedruckt wurde, in diesem Band nicht fehlen. So sollen durch die Auswahl der Schriften auch die Vielfalt der Themen und seine sozialpädagogi­schen und politischen Positionen zur Geltung kommen.

Wilma Aden-Grossmann: Vor dreißig Jahren – Rückblick auf die Gründungsphase einer Elterninitiative

In: Dagmar Beinzger und Isabell Diehm (Hrsg.): Frühe Kindheit und Geschlechterverhältnisse. Konjunkturen in der Sozialpädagogik. Frankfurter Beiträge zur Erziehungswissenschaft. Frankfurt am Main 2003, S. 71-87

Zusammenfassung der Fragestellung und der Ergebnisse der Untersuchung

Von den Ende der 60er Jahre gegründeten Elterinitiativen bestehen viele bis heute. Sie haben sich als „dritte Säule“ neben den kommunalen und Freien Trägern behaupten können. Allein in Hessen gibt es etwa zwanzigtausend Plätze in selbstorganisierten Krabbelgruppen, Kinderläden, Schülerläden, Horten und in altersgemischten Einrichtungen. Seit 1990, als rund viertausend Plätze gezählt wurden, hat sich die Zahl verfünffacht. Auch wenn sich die heutigen Elterninitiativen – sofern sie seit Anfang der siebziger Jahre bestehen – vielfach auf ihre Anfänge als „antiautoritäre Kinderläden“ berufen, so ist dennoch festzustellen, dass die heutige Elterngeneration in der Regel wenig über die Gründungsgeschichte weiß, weil sich in Abständen von etwa fünf Jahren die Zusammensetzung der Elternschaft komplett ändert und damit die Kenntnisse und die Erfahrungen der ausscheidenden Eltern verloren gehen. Diese Beobachtung war der Anlass dafür, die Gründergeneration einer Elterninitiative zu ihren damaligen Erfahrungen und Motiven zu befragen.

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Berthold Simonsohn: Ausgewählte Schriften. Hrsg. von Wilma Aden-Grossmann

Simonsohn

Kassel April 2012:
kassel university press. ISBN 978-3-86219-254-0,
280 S. Preis 20 €;

Bestellungen in jeder Buchhandlung und bei:
kassel university press.
Diagonale 10
34117 Kassel
Tel. 0561-804-2144

Berthold Simonsohn, geboren 1912 in Bernburg / Anhalt war ab 1962 Professor für Sozialpädagogik und Jugendrecht an der Goethe-Universität, Frankfurt a. M. Als Verfolgter ab 1933 widmete sich der promovierte Jurist der Sozialarbeit in den jüdischen Gemeinden Nordwestdeutschlands bis zu seiner Deporta­tion nach Theresienstadt und in weitere Lager. Im Nachkriegsdeutschland wurde Simonsohn mit der Gründung und Leitung des jüdischen Wohl­fahrtsverbandes beauftragt.

In seinen Reden und Schriften trat er für Rechtsstaatlichkeit, Ausbau der Demokratie und soziale Gerechtigkeit ein. Mit theoretisch wie praktisch begründeten Forderungen zur Reform des Jugendstrafrechts war er seiner Zeit voraus.

Das Buch enthält Schriften

  • über das Ghetto Theresienstadt,
  • für Frieden und Verständigung im Nahen Osten,
  • zur jüdischen Sozialarbeit,
  • über Sozialpädagogik und Jugendrecht
  • und die juristische Dissertation von 1934 über „Hochverrat“.

Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass in Deutsch­land wieder jüdisches Gemeinde- und Kulturleben entstanden ist.

Die Publikation wurde von der Hans-Böckler-Stiftung durch einen Druckkostenzuschuss gefördert.

 

Leseprobe: Berthold Simonsohn Biographie des jüdischen Sozialpädagogen und Juristen (1912-1978)

Leseprobe: Berthold Simonsohn
Biographie des jüdischen Sozialpädagogen und Juristen (1912-1978). Frankfurt, New York: Campus Verlag, 2. korr. Aufl. 2008, 420 S., 32,00€

Den jüdischen Juristen und Sozialpädagogen Berthold Simonsohn haben noch heute – knapp dreißig Jahre nach seinem Tod – viele Menschen als eine Persönlichkeit in Erinnerung, die sie nachhaltig beeindruckt hat. Auch mir ist die Begegnung mit ihm unvergessen. Ich habe ihn 1967 kennen gelernt und war von 1968 bis 1974 seine Assistentin an der Universität, also zur Zeit der Studentenbewegung und dem Ausbau der Universitäten. Ich habe ihn in dieser Zeit als einen hochschulpolitisch engagierten und hervorragenden akademischen Lehrer erlebt, der meine wissenschaftliche und persönliche Entwicklung förderte und prägte.

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